Curriculum

„Systemische Führung“ I B 2016-17
– Entwicklung einer systemischen Führungskompetenz -

Die Führung von Menschen in Organisationen wird immer komplexer und anspruchsvoller. Das liegt zum einen an der Erwartungshaltung, die die Organisation einer Führungskraft entgegenbringt und zum anderen an den Erwartungshaltungen, die die geführten oder zu führenden MitarbeiterInnen ihrer Führungskraft entgegenbringen. Kurz gesagt, die Ansprüche, die von beiden Seiten ausgesprochen oder unausgesprochen definiert werden, sind gestiegen und sie werden weiter steigen. Jede Führungskraft, ebenso wie jeder Mitarbeiter eines Unternehmens, ist aber immer nur Teil eines mehr oder weniger gut funktionierenden Systems.
Systemische Führung bedeutet, Verbindungen zwischen linearen Funktionen, Beziehungsebenen und Beziehungsnetzwerken im alltäglichen Führungshandeln zu reflektieren und zu beachten. Es geht folglich nicht nur um die funktionale, rationale Passung zwischen Mensch und System, sondern auch um die emotionale, informelle und werteorientierte Passung.
Die Basis der Führung aus systemischer Sicht ist die Steuerung des Beziehungssystems zwischen der Führungskraft und dem Mitarbeiter bezogen auf die Arbeit und die Erreichung definierter Ziele im Kontext einer bestehenden Unternehmenskultur. In Teamstrukturen multipliziert sich dieses Bezugssystem, da hier mehrere MitarbeiterInnen an verschiedenen Aufgaben und Zielen arbeiten. Auch das Team darf nicht isoliert betrachtet werden – es befindet sich im Kontext des Gesamtunternehmens und aller Einflüsse von außen (Kunden, Mitbewerber, Konjunktur, Globalisierung etc.).

Dieses Curriculum richtet sich an Führungsverantwortliche unterschiedlicher Bereiche und Hierarchieebenen sowie OE- und PE-Verantwortliche. Es richtet sich auch an ehemalige Teilnehmer anderer ISB-Curricula, da wir mit dieser Konzeption erweiternde und ergänzende Perspektiven zur systemischen Führungskompetenz aufzeigen wollen.